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Katze markiert – Die besten Gegenmittel

Ihre Katze markiert im Haus oder in der Wohnung? Wir haben die besten Gegenmittel für Sie!

Sie sollten sich als Erstes im Klaren darüber sein, ob es sich bei dem Verhalten Ihrer Katze auch wirklich um ein Markierverhalten, nicht aber um Unsauberkeit handelt. Beim Markieren uriniert die Katze im Stehen. Der Urin wird nach hinten meist an ein senkrechtes Objekt gespritzt. Die Katze bewegt sich dabei rückwärts auf ein Objekt zu. Ihre Hinterbeine sind gestreckt, der Schwanz ist steil in die Höhe gerichtet, und die Schwanzspitze zuckt. Der Urinstrahl wird gerade nach hinten zielgenau auf das Objekt gerichtet. Der Urin ist dann nicht nur auf dem Boden, sondern auch am besprühten Gegenstand oder der Wand zu finden. Es kann allerdings vorkommen, dass weibliche Katzen auch in einer kauernden Stellung markieren. Dann ist genau zu beobachten, ob der Urin nach hinten oder nach unten ausgeschieden wird.

katze markiert

Bei Unsauberkeit hingegen uriniert die Katze in einer Hockstellung. Handelt es sich darum, finden Sie hier den passenden Artikel dazu: Katze pinkelt überall hin – Das können Sie dagegen tun!

Bei welchen Katzen und wieso tritt Markieren auf?

Das Markieren mit Urin kann sowohl bei Katern, Katzen sowie kastrierten Tieren vorkommen. Markieren mit Urin und Kot gehört zum natürlichen Sozial-, Sexual- und Territorial­verhalten. Normalerweise markieren Katzen jedoch nicht in der Wohnung oder im Haus, da diese der Kernbereich ihres Streifgebietes mit Schlaf- und Fressplatz ist. Wenn aber die Sicherheit in der Wohnung durch andere Katzen oder Veränderungen bedroht wird, kann eine verunsicherte Katze plötzlich damit beginnen.

Kater, die mit anderen Katzen ohne Freigang in einem Haushalt leben, untersuchen die betref­fenden Stellen längere Zeit, bevor sie markieren. Sie schnup­pern auch nach Rest-Östro­gen rolliger oder rollig werdender Katzen. Hierbei han­delt es sich um ein mit dem Sexualverhalten gekoppeltes Markieren. Für die Katze gehört das Markieren zur Kommunikation. Dadurch werden die Identität, der Zeit­punkt des Aufenthaltes und eine eventuelle Paarungsbereitschaft mitgeteilt.

Katze markiert – Verschiedene Ursachen

Oft tritt das Urinmarkieren noch mit anderen Verhaltensauffälligkeiten kombiniert auf. Das ist vor allem in zu großen Katzengruppen, in kleinen Woh­nun­gen, bei der rangniedrigsten Katze einer Gruppe, bei Veränderungen der Lebens­um­stän­de oder einer neuen Katze / einem neuen Haustier zu beobachten . Es muss herausgefunden werden, wie häufig und wohin eine Katze markiert und bei Mehrkatzenhaltung, wel­che Katze markiert.

In fast allen Fällen ist eine tiefe Verunsicherung der Katze der Auslöser für ein Mar­kieren mit Kot, wobei Angst die Neigung zu häufigem und dann oft wahllosem Kotabsatz steigert.

Fehlende oder mangelnde Stubenreinheit kann auch dann auftreten, wenn eine Katze diese nicht spätestens bis zum Alter von drei Monaten durch die Mutterkatze oder Artgenossen gelernt hat. Wird eine Katze plötzlich unsauber und benutzt nicht oder nicht mehr konsequent die Katzentoilette für das Ausscheiden von Urin  und / oder Kot, gilt es, möglichst die Ursache für das veränderte Verhalten herauszufinden.

Beim Markieren als Reaktion auf Umweltereignisse setzen Katzen ihre Duftmarken an senkrechten Flächen ab. Generell scheint das Urinmarkieren das Selbstbe­wusst­sein der Katze zu steigern. Katzen, denen es an Selbstvertrauen fehlt, geraten vor allem durch geruchliche Veränderungen in Aufregung. Wenn sie neue und fremde, intensive Gerüche wahrnehmen, fühlen sie sich verunsichert oder sogar bedroht. Sie überdecken dann den Fremdgeruch mit ihrem eigenen, damit alles wieder bekannt und vertraut riecht und eventuelle Feinde durch ihren Geruch in die Flucht geschla­gen werden. Da sich der eigene Geruch nach einiger Zeit verflüchtigt, muss er zur Sicherheit immer wieder erneuert werden.

Eine Katze markiert nicht ohne Grund!

Eine selbstbewusste, zufriedene und entspannte Katze hat es nicht nötig, mit Urinmarken Angst und Stress zu bekämpfen. Eine Katze, die unsauber wird, hat jedoch immer einen Grund. Der Urin auf dem Teppich ist meist nur die Spitze des Eisbergs. Das, was man sieht, ist nicht das eigentliche Problem. Das liegt im Dunkeln, und es muss systematisch danach geforscht werden. Eine aufmerksame Beobachtung und genaue Analyse der Situation sind also unbedingt erforderlich.

Verhaltensauffälligkeiten dieser Art werden besonders häufig dann beobachtet, wenn eine Katze aus irgendwelchen Gründen in einen seelischen Zwiespalt geraten ist oder längere Zeit in einem Konfliktzustand leben muss. Gewisse Umstände verhin­dern die Befriedigung eines Triebes, ein Bedürfnis kann nicht gestillt werden, ein Wunsch nicht erfüllt oder eine gewohnte Tätigkeit nicht ausgeführt werden. Das alles stört das seelische Gleichgewicht der Katze, und es kommt zu einer Entlas­tungs­reaktion. Eine gewisse individuelle Veranlagung scheint dabei eine entschei­dende Rolle zu spielen. Darum gibt es auch kein Patentrezept, sondern eine Therapie muss immer auf den individuellen Fall abgestimmt werden.

Viele Probleme ließen sich im Vorfeld vermeiden, wenn der Katzenhalter sich vor Veränderungen in seinem und dem Leben seiner Katze Gedanken über mögliche Folgen machen würde. Eine langsame Gewöhnung an Neues verhindert, dass überhaupt eine Stresssituation entsteht. Zumindest wird diese dann so gering ge­halten, dass etwas vermehrte Auf­merksamkeit genügt, um die Katze nicht zu sehr aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Stubenreiner Kater macht plötzlich ins Bett

Der Verlust der Stubenreinheit ist die häufigste Verhaltensauffälligkeit. Benutzt eine Katze plötzlich nicht oder nicht mehr konsequent die Katzentoilette zum Urinieren oder Koten, gilt es, die Ursache dafür zu finden. Als erstes muss durch Beobachten herausgefunden werden, ob Ihre Katze markiert oder es sich um Urinieren handelt.

hauskatze

Katze markiert – Ursachen:

  • Die Erreichung der Geschlechtsreife unkastrierter Katzen. Dann ist das Urin­markieren ein völlig normales Verhalten und kann nur durch eine Kastration unter­bunden werden
  • Veränderung der Beziehungen mit anderen Katzen im gleichen Haushalt
  • Eine Bedrohung im eigenen Haus, wenn fremde Katzen durch die Katzenklappe eindringen und das Futter der Hauskatze fressen, diese bedrohen oder einfach nur ihren fremden Geruch hinterlassen
  • Im Erdgeschoss fühlt sich die Katze durch andere Katzen oder Tiere, die durch ein Fenster oder die Terrassentüre gesehen werden können, bedroht und zieht zum eigenen Schutz und zur Sicherheit mit dem Markieren eine Geruchs­schwel­le. Diese gibt der Katze wieder Sicherheit und kommt daher vor allen Dingen bei unsicheren, ängstlichen Tieren vor
  • Der Halter füttert außerhalb der Wohnung / des Hauses andere Katzen, so dass die Hauskatze sich durch die fremden Gerüche verunsichert und bedroht fühlt. Wieder entscheidet sie sich für die ihr Sicherheit gebende Geruchsschwelle
  • Andere Katzen schreien und fauchen vor den Türen und Fenstern. Dies ge­schieht vor allem häufig während der Paarungszeit. Die Folge ist wiederum eine Verunsicherung der Hauskatze und die Notwendigkeit einer Geruchs­schwelle
  • Der Aufenthalt in einer Tierpension
  • Längere (Urlaub) oder häufigere (berufliche) Abwesenheit des Halters oder der Bezugsperson
  • Der tägliche Auslauf der Katze wird plötzlich unterbunden. Dies bedeutet Stress, was dazu führt, dass Ihre Katze markiert
  • Spielzeiten oder andere zur täglichen Routine gewordenen Ereignisse im Tagesablauf werden plötzlich unterlassen. Auch hier dient das Markieren dem Abbau von Stress sowie der Absicherung der Katze.
  • Fremdeinflüsse oder Veränderungen wie zum Beispiel Handwerker, Besucher oder ein neuer Mitbewohner im Haus

Zusammenfassung

Erscheinungsbild:

auf wenige, meist vertikale Objekte, persönliche Gegenstände des Halters oder neue Objekte im Haus

Ursachen und typische Situationen:

  • normales Urinmarkieren
  • organische Erkrankung
  • nicht nur geschlechts­spe­zifische Ursachen, evtl. auch durch Belastung
  • oft falsche Haltungsbedingungen
  • die Katze markiert, weil Sie sich in Ihrem Heim nicht sicher fühlt
  • sie fühlt sich nicht wohl, hat nicht erfüllte Bedürfnisse
  • zu wenig Platz (bei einer reinen Wohnungskatze); zu kleine oder zu wenig Toiletten
  • alles, was der Katze unangenehm ist, sie verunsichert, neu ist
  • Paarungszeit (auch bei kastrierten Katzen)
  • Riechen von Urinmarken einer anderen Katze
  • eine neue Katze im Haushalt oder in der Umgebung
  • längere Abwesenheit des Halters
  • neue Person im Haushalt bzw. Beziehungsveränderungen
  • ammo­ni­ak­haltige Putzmittel, die zusätzlich stimulieren (besser neutrale, unparfümierte, um­welt­freundliche Putzmittel verwenden)

Behebung:

bei Gruppenhaltung erst einmal herausfinden, welche Katze markiert; Kastration (vor der Geschlechtsreife, ist zu 90% erfolgreich); Abdecken der be­vor­zugten Stellen mit Folie; wenn es aus Unsi­cher­heit geschieht, sich viel mit der Katze beschäftigen.

Beispielfall aus der Praxis

Meine zehnjährige Perserkatze Lotti uriniert seit einiger Zeit immer wieder außerhalb der Kat­zen­­toilette, sogar in mein Bett. Das macht sie, seit mein Mann, an dem sie sehr gehangen hat, und ich uns getrennt haben. Der lebt jetzt aber im Ausland, konnte sie nicht mitnehmen und kann sie auch nicht besuchen kommen. Was kann ich tun?                                                                   

Ich gehe eher davon aus, dass Lotti mit Urin markiert. Den Zusammenhang, warum sie das plötzlich tut, haben Sie ganz richtig erkannt. Für sie ist es ein sehr ein­schneidendes Erlebnis, dass Ihr Mann plötzlich aus ihrem Leben verschwunden ist. Sie vermisst ihn und kann nicht verstehen, warum er plötzlich nicht mehr da ist. Sie versucht nun, sich in dieser für sie jetzt neuen Welt aufgrund der veränderten Le­bens­ver­hältnisse, ein wenig mehr Sicherheit zu verschaffen. Das tut sie, indem sie ihren eigenen vertrauten Geruch an für sie bedeutungs­volle Stellen setzt. In Ihrem Bett macht sie das, um Ihren dort intensiven Geruch mit ihrem eigenen zu vermi­schen. Leider haben Sie mir die genauen Stellen nicht verraten, was sicher­lich zu­sätzlich auf­schluss­reich gewe­sen wäre.

Lösungsansatz

Lotti braucht nun ganz viel Aufmerksamkeit von Ihnen. Außerdem sollten Sie sie zum gemeinsamen Spielen animieren, einerseits, um sie etwas abzulenken und anderer­seits, um die Bindung zu ihr stärken. Sie müssen ja schließlich nun im Prinzip ihre neue Be­zugs­­person werden. Außerdem wäre es sehr hilfreich, Lotti mit den richtigen Bachblüten dabei zu unterstützen, besser mit dem erlittenen Verlust und den neuen Lebensumständen klar zu kommen. Dann hat sie von sich aus auch nicht mehr das Bedürfnis danach, sich mit ihrem eigenen Geruch Sicherheit verschaffen zu müssen. Sie wird dann insgesamt ausgeglichener und kann sich besser mit der Veränderung in ihrem Leben arrangieren, was ihr momentan schon aufgrund ihres Alters etwas schwer fällt. Sie hat ja sicherlich lange Zeit mit Ihrem Mann zusammen gelebt, und nun ist er plötzlich einfach nicht mehr da. Auch ältere Menschen brauchen meistens etwas mehr Zeit, um sich an etwas Neues zu gewöhnen, sind einfach nicht mehr so flexibel. Tiere können zudem genau so trauern wie wir. Haben Sie Geduld mit Lotti und helfen Sie ihr dabei, den Verlust zu überwinden.

Katze markiert – Die besten Gegenmittel
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Über Leonie

Hallo, mein Name ist Leonie Hartmann. Ich bin auf Hunde, Katzen & Kleintiere spezialisierte Tiertherapeutin und verbringe bereits mein gesamtes Leben mit den verschiedensten Haustieren. In diesem Blog gebe ich Ihnen meine besten Tipps & Ratschläge, mit denen Sie die Unsauberkeit Ihrer Katze möglichst schnell beseitigen können.

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